Es gibt zwei Möglichkeiten den Echten Hausschwamm nachzuweisen:
- die klassische mikroskopische Bestimmung
- der molekularbiologische Test
Näher Informationen zum Internen Bereich der Website finden Sie ›› hier.
Es gibt zwei Möglichkeiten den Echten Hausschwamm nachzuweisen:

Die klassische Bestimmung des Pilzes geht von morphologischen Erkennungsmerkmalen, wie arttypisch ausgeprägten Myzelien, Myzelsträngen und Fruchtkörpern aus. Von dem Probenmaterial wird ein Präparat angefertigt, gefärbt und anschließend mikroskopisch bewertet. Ist kein charakteristisches Pilzmaterial vorhanden, muss allein anhand der Holzart, der Fäuleart und der Hyphenmorphologie, d. h. dem mikroskopischen Befallsbild im Holz, entschieden werden. Das ist allerdings selten aussagekräftig, da die entstehende Destruktionsfäule auch von anderen Pilzen (Kellerschwamm, Porenschwamm) hervorgerufen werden kann. In Fällen solcher nicht eindeutig möglichen Bestimmung des vorhandenen Pilzes, muss ein Gutachter nach gesetzlichen Vorschriften verfahren und sich auf den Befall von Echtem Hausschwamm festlegen.

Eine sichere und moderne Methode, um festzustellen, ob ein Befall durch den Echten Hausschwamm vorliegt, ist der PCR-Nachweis. Hierbei handelt es sich um ein Nachweisverfahren, bei dem ein spezifischer Teil des Erbmaterials (DNA = Desoxyribonucleinsäure) nachgewiesen wird. Während der PCR-Reaktion wird unter Zuhilfenahme eines Enzyms ein bestimmter DNA-Bereich vervielfältigt. Dieser Bereich wird durch definierte Primer festgelegt. Die Primer fungieren für das verwendete Enzym gewissermaßen als Andockstellen, an denen es mit der DNA-Verlängerung beginnt. Die Reaktion verläuft exponentiell, was zum Vorteil hat, dass die entsprechenden DNA-Bereiche schon nach kurzer Zeit in millionenfacher Kopie vorliegen. Als Grundlage für den „Serpulex" Hausschwammtest dienten die ITS (internal transcribed spacer)-Sequenzen der ribosomalen DNA. Die entsprechenden Sequenzen von holzzerstörenden Pilzen wie dem Echten Hausschwamm (Serpula lacrymans) und den Wilden Hausschwamm (Serpula himantoides) sind in Datenbanken niedergelegt und erlaubten die Etablierung einer PCR mit pilzartspezifischen Oligonucleotiden. Damit ist es uns möglich, selbst bei geringsten Materialmengen den wirtschaftlich bedeutendsten Holzzerstörer schnell und sicher nachzuweisen.
Geschäftzeiten: Montag bis Donnerstag 8:00 Uhr - 17:00 Uhr und Freitag 8:00 Uhr - 15:00 Uhr
Kontakt E-Mail: jena@blei-institut.de
Göschwitzer Str.22
07745 Jena
Tel.: 03641 - 50 48 48
Fax: 03641 - 50 48 49
Torgauer Str. 12-15 | Haus 4
10829 Berlin
Tel.: 030 - 818 212 52
Fax: 03641 - 50 48 49
Goethestraße 7
60313 Frankfurt a. Main
Tel.: 069 - 713 77 84
Fax: 03641 - 50 48 49