Luftverunreinigungen in Innenräumen von öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Schulen, stellen ein hygienisches Problem dar. Die in diesen Gebäuden beobachteten Innenraumbelastungen können auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein, wie beispielsweise bauliche Mängel, Fehler in der Lüftungstechnik, unsachgemäßes Lüftungsverhalten oder die Verwendung bestimmter Bauprodukte, Einrichtungsgegenstände oder Reinigungsprodukte, die chemische Stoffe in die Raumluft abgeben. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Luftverunreinigungen können, besonders in älteren Bestandsgebäuden, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sein.
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bilden eine Stoffgruppe von organischen Verbindungen, die aus mindestens zwei oder mehreren miteinander verbundenen aromatischen Ringsystemen bestehen, die in einer Ebene liegen. Der einfachste PAK ist das Naphthalin, bei dem zwei Benzolringe über eine gemeinsame Bindung anelliert sind, man spricht hier auch von kondensierten Ringsystemen.
Hauptquellen im Innenraum können Massivparkette, insbesondere Mosaik-, Hochkantlamellen- und Stabparkette, aber auch Holzpflaster sein, welche in den 50er bis 70er Jahren des letzten Jahrhunderts mit teer- oder bitumenhaltigen Klebern auf Zement- oder Asphaltestriche verklebt wurden. Diese Kleber sind meist mit PAK belastet. Weiterhin können vorhandene Trennlagen in verschiedenen Fußbodenaufbauten mit PAK-Bestandteilen belastet sein.
Unser Institut bietet sowohl Raumluftuntersuchungen auf PAK-Bestandteile (mittels TENAX-Röhrchen in Anlehnung an VDI 2100 Blatt 3, VDI 3482 Blatt 1 und Blatt 6) als auch Untersuchungen auf PAK in Materialproben (DIN ISO 13 877) an.
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