Zaunblättling (Gloeophyllum sepiarum)
Der Zaunblättling wächst als Saprophyt vorwiegend auf Kiefernholz. Die Blättlinge gehören zu den stärksten Holzzerstörern an witterungsexponiertem geschlagenem Nadelholz, wo sie Braunfäule bewirken. Durch Staunässe infolge bautechnischer Mängel (offene Fensterfugen) sowie nach Handhabungsfehlern durch den Benutzer (Verletzung der Lackschicht) sind die Blättlinge die wichtigsten Zerstörer von Nadelholzfenstern. Außer an Fensterholz finden sich die Blättlinge weiterhin in Gebäuden nach Feuchtigkeitsschäden oder fehlerhaftem Aufbau im Dachbereich. Locker weiß gepudertes Oberflächenmycel ist nur in Kulturen vorhanden. Oft entwickelt sich ein Luftmycel an Gebäuden.
Gloeophyllum sepiarium kann in eine über mehrere Jahre dauernde Trockenstarre fallen und besitzt einen teerartig-süßlichen Geruch auf befallenem Holz (Weiß et al. 2000).
In Kultur fehlen die Schnallen nur an den Hyphen der Zuwachszone. Das Mycel ist deutlich braun, mit Skeletthyphen, Arthrosporen und Chlamydosporen (Stalpers 1978).

