Brauner Keller- und Warzenschwamm

Brauner Keller- und Warzenschwamm (Coniophora puteana)

Der Kellerschwamm ist der häufigste Hausfäuleerreger in Neubauten, die vor dem Bezug nicht entfeuchtet wurden, findet sich jedoch auch in feuchten Altbauten und an verbautem Holz im Freien. In Gebäuden kann er überall an feuchtem Holz wachsend bis zum Dachstuhl aufsteigen. Neben Nadelholz baut er auch zahlreiche Laubhölzer ab. Mit einem Feuchteanspruch von 30 bis 80% ist durch ihn alles Holz im Bereich feuchter Mauern, feuchter Böden sowie alles Holz in Räumen mit starker Wasserdampfentwicklung gefährdet. Meist ist eine nur magere Mycelbildung in Form dunkler Verfärbungen am Holz der einzige Hinweis auf einen Befall.

Das Luftmycel ist flaumig, weich, büschelig, zu Konglomeraten neigend, wollig, z.T. lang baumwollartig, weit und ungleichmäßig verzweigt. Das Mycel ist aufsteigend und am Rand verstärkt. Die Hyphen sind z.T. mit verzweigten, auch wirteligen Schnallen besetzt. Ihr Durchmesser ist kleiner als die Hyphendurchmesser, ihre Oberfläche ist mit einer öligen Substanz bedeckt und pigmentiert. Die dünnwandigen generativen Hyphen haben einen Durchmesser von 1,5 bis über 7,5 µm, die Septen sind ampullenförmig geschwollen und Hyphenstränge vorhanden. Die Kultur ist mehrfarbig mit weißen (junges Luftmycel), cremefarbenen, später mit braunen, gelben und ockerfarbenen Tönen (Conidienlager).

Coniophora-Arten besitzen in Kultur Wirtelschnallen, mit Arthroconidien und Mycelsträngen, die aus breiten dünnwandigen und schmalen dickerwandigen Hyphen bestehen (Stalpers 1978).

 

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