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Aufgaben

 

 

Ausführliche Gebrauchsanleitungen bekommt man vom Elektrorasierer bis zum Kraftfahrzeug. Für die Wohnung dagegen, einen „Gebrauchsartikel", der uns ein ganzes Leben lang begleitet, gibt es keine oder nur unzulängliche Hinweise zur Nutzung. Das ist umso unverständlicher, weil wir uns die meiste Zeit unseres Lebens im umbauten Raum aufhalten, der die Gesundheit erheblich beeinflussen kann


Wir wissen durch internationale medizinische Untersuchungen, dass durch den Aufenthalt in Gebäuden mit unzulänglichen Bauweisen und unhygienischen Ausbaumaterialien schwere Gesundheitsstörungen und Erkrankungen auftreten können und dass selbst falsches Verhalten in baulich an sich nicht zu beanstandenden Wohnungen negative Effekte auf die Gesundheit hat. Die Forschung sowie die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Wohnmedizin sind daher von großer Bedeutung.


Der Ausschuss für Wohnmedizin und Bauhygiene der GHU versteht sich als eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe, welche die Wechselbeziehungen zwischen Menschen und belebter sowie unbelebter Wohnumwelt untersucht bzw. bereits vorliegende Ergebnisse wertet und wissenschaftlich begründete Kriterien, Anforderungen und Maßnahmen für den Umweltzustand sowie für das individuelle und kollektive Verhalten in Wohnung und Wohnumfeld erarbeitet. Das Ziel ist es, negative Einflüsse des Wohnens zu vermeiden und positive zu nutzen, um Gesundheitsstörungen und Erkrankungen zu verhüten und zu bekämpfen und das Wohlbefinden der Menschen zu erhalten und zu steigern.


D
er Ausschuss für Wohnmedizin und Bauhygiene (vormals Deutsche Gesellschaft für Wohnmedizin und Bauhygiene e.V.) der Gesellschaft für Hygiene und Umweltmedizin beschäftigt sich mit allen Faktoren, welche die Gesundheit der Bürger in Wohngebäuden und Wohngebieten betreffen. Insbesondere handelt es sich hierbei um folgende Komplexe:
• Geschichte der Wohnmedizin
• Raumklima und Behaglichkeit
• Innenraumluftqualität
• Nichtionisierende elektromagnetische Felder („Elektro-Smog")
• Sick Building Syndrom und Building Related Illness
• Hygiene der Heimtierhaltung
• Lärmbedingte Gesundheitsgefährdung
• Spezielle gesundheitliche Kriterien von Wohnhäusern und Wohnräumen (ökologisches Bauen, Bäder, Küchen, Schlafzimmer, Wohn- und Kinderzimmer, Heizsysteme, Baumaterialien, Stoffe des Innenausbaus, Möbel und Innenausstattungsgegenstände, Anstrichstoffe, Tapeten, Fußbodenbeläge, Möblierung etc.)
• Tageslicht und künstliches Licht in Räumen
• Prophylaxe von Unfällen im Haushalt
• Stadtklima und hygienische Gestaltung der Wohngebiete
• Wohnpsychologie

In Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Architekten, Bauingenieuren u. a. Wissenschaftlern und Praktikern, die auf dem Gebiet des gesunden Bauens tätig sind oder dafür Interesse haben, werden wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt sowie Informationsblätter und Broschüren zur Aufklärung der Bevölkerung erarbeitet


Die Zeitschrift „Wohnmedizin" informiert zweimonatlich über grundsätzliche Fragen des Fachgebietes, wertet die Literatur auf diesem Gebiet aus und stellt neue Bücher und aktuelle Rechtssprechungen zu diesem Thema vor. Ab 2002 wird das Zertifikat „wohnmedizinisch empfohlen" vergeben. Alle zwei Jahre werden Symposien mit Schwerpunkt Wohnmedizin und Bauhygiene durchgeführt.

4 User online | 2010 © Blei Institut - Privatinstitut für Innenraumtoxikologie - Dr. Blei GmbH

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