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Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK-Wert)

der MAK-Wert ist die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz, die nach dem gegenwärtigen Stand der Kenntnis auch bei wiederholter und langfristiger, in der Regel täglich achtstündiger Exposition, jedoch bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (bei Vierschichtbetrieben 42 Stunden je Woche im Durchschnitt von vier aufeinanderfolgenden Wochen) im allgemeinen die Gesundheit der Beschäftigten nicht beeinträchtigt und diese nicht unangemessen belästigt. In der Regel wird der MAK-Wert als Durchschnittswert über Zeiträume bis zu einem Arbeitstag oder einer Arbeitsschicht integriert. Die aktuellen MAK-Werte, Änderungen und Neuaufnahmen werden jährlich von der Senatskommision zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe herausgegeben und u. a. in der TRGS 900 veröffentlicht.

 

Mikrobieller Befall

Nicht sichtbarer Befall
Experimentell wurde nachgewiesen, dass Schimmelpilze schon innerhalb von 48 Stunden auf feuchten Stellen anwachsen. Dieses Wachstum ist noch nicht zu sehen, da die Hyphen mikroskopisch klein sind (4-10 µm = 0,04-0,10 mm).
Verdeckter Befall
Mikrobieller Befall durch Schimmelpilze muss auch deshalb nicht visuell erkennbar sein, wenn er z. B. hinter Wand- und Deckenverkleidungen, hinter dem Schrank oder Tapete auftritt und erst nach Entfernung sichtbar wird.
Sichtbarer Befall
Sichtbar wird der Befall erst dann, wenn die Dichte der gewachsenen Mikroorganismen zunimmt und größere, zusammenhängende Strukturen entstehen.
Ebenso ist die besiedelte Matrix von Bedeutung. Ein schwarzer Pilz auf weißer Tapete wird eher sichtbar als helle Pilze in Mineralwolle oder Styropor.

 

Mikroorganismen

Ohne Mikroskop nicht erkennbare ein- oder mehrzellige, tierische oder pflanzliche Lebewesen bzw. organisches Material.

 

Mineralfaserstäube

Sowohl Asbeste und künstliche Mineralfasern enthalten stets einen Teil atembarer Feinfasern, wobei der kritische Bereich wie folgt definiert ist: L > 5 µm, D < 3 µm, L : D > 5 : 1. Asbest ist kanzerogen und ein großer Teil der Glas- und Mineralwollen hat sich im Tierversuch ebenfalls als kanzerogen erwiesen. Da mit Abnahme der Beständigkeit im Organismus die Kanzerogenität zurück geht, wurden in der TRGS 905 Einstufungskriterien für KMF in der Weise festgelegt, dass Glaswollfasern mit einem „KI > 40" nicht als kanzerogen einzustufen sind.

 

Multiple Chemikalien Sensibilität (Multiple Chemical Sensitivity, MCS)

Eine nicht erklärbare Überempfindlichkeit für geringste Konzentrationen unterschiedlichster Chemikalien, die in Nahrungsmitteln, Konservierungsmitteln, Insektiziden und Pestiziden, Lösungsmitteln, Farben, Reinigungsmitteln, Duftstoffen bis hin zu Kosmetika und Kleidungen enthalten sein können. Über die Häufigkeit dieser Erkrankung gibt es unterschiedliche Aussagen.

 

MVOC (Mikrobial Volatile Organic Compounds)

Flüchtige organische Verbindungen, die durch Mikroorganismen produziert werden und bei hohen Raumluftkonzentrationen Geruchsbelastungen hervorrufen können.

 

Mycel (auch Myzel)

Geflecht aus verzweigten Pilzfäden (Hyphen)

 

Mycophenolsäure

M. wird von Penicillium brevicompactum, Penicillium carneum und Penicillium roquefoti gebildet und beeinträchtigt das Immunsystem.

 

Mykose

Unter Mykosen versteht man Infektionen durch Sprosspilze, Schimmelpilze sowie Dermatophyten. Wenn die Organismen aus der Umwelt stammen wie bei den Schimmelpilzen, werden sie auch als exogene Mykosen bezeichnet. Dermatophyten verursachen Hautmykosen, während die sonstigen Mykosen durch Schimmelpilze meist über die Atmungsorgane aufgenommen werden. Endogene Mykosen (von einer Besiedelung des Menschen ausgehend) sind vorwiegend durch den Sprosspilz Candida albicans verursacht. Die meisten Mykosen sind mit uncharakteristischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust verbunden. Voraussetzung für eine Infektion ist eine Schwächung des Immunsystems. Da die Schimmelpilzmykosen nur nach Schwächung der körpereigenen Abwehr auftreten, werden sie als "Krankheit der Kranken" bezeichnet (Mücke und Lemmen, 1999). 

 

Mykotoxine

Vorwiegend von niederen Pilzen ausgeschiedene niedermolekulare, z.T. thermostabile Stoffwechselprodukte unterschiedlicher chemischer Struktur, die für Menschen toxisch sind. Zu den M. zählen auch die krebserregenden Aflatoxine.

 

Mykotoxikosen

Mykotoxine sind giftige Stoffwechselprodukte (sekundäre Metaboliten), welche von zahlreichen Pilzen produziert werden. Der Begriff Mykotoxikose bezeichnet die durch Mykotoxine von imperfekten Pilzen und Ascomyceten hervorgerufenen Vergiftungen, während die Vergiftungen durch höhere Pilze Myzetismus genannt werden. 

2 User online | 2010 © Blei Institut - Privatinstitut für Innenraumtoxikologie - Dr. Blei GmbH

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